Wie Eltern und ihre Kinder die pflegegeleitete Transitionssprechstunde für Adoleszente mit angeborenen Herzfehlern erleben

Thomet, Corina; Lindenberg, Carina; Schwerzmann, Markus; Spichiger, Elisabeth (2018). Wie Eltern und ihre Kinder die pflegegeleitete Transitionssprechstunde für Adoleszente mit angeborenen Herzfehlern erleben. Pflege - die wissenschaftliche Zeitschrift für Pflegeberufe, 31(1), pp. 9-18. H. Huber 10.1024/1012-5302/a000574

[img] Text
Wie Eltern und ihre Kinder die pflegegeleitete Transitionssprechstunde für Adoleszente mit angeborenen Herzfehlern erleben.pdf - Published Version
Restricted to registered users only
Available under License Publisher holds Copyright.

Download (185kB) | Request a copy

Hintergrund: Heute erreichen bis zu 90 % der Patientinnen / Patienten mit angeborenem Herzfehler (AHF) das Erwachsenenalter. Um Betreuungsunterbrüche beim Übergang von der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin zu vermeiden, wurde am Inselspital Universitätsspital Bern eine pflegegeleitete Transitionssprechstunde (TS) eingeführt. Ziel: Es wurde exploriert, wie Adoleszente mit AHF und ein Elternteil den Transfer sowie die TS erlebten und welche Erwartungen sie hatten. Methode: Für die qualitative Studie mit interpretierendem phänomenologischem Ansatz wurden Einzelinterviews mit sieben Adoleszenten, sechs Müttern und zwei Vätern durchgeführt und in einem iterativen Prozess analysiert. Ergebnisse: Der Transfer Pädiatrie – Erwachsenenkardiologie im Rahmen der TS verlief für die Studienteilnehmenden mehrheitlich problemlos. Die TS erlebten sie positiv. Die Adoleszenten schätzten eine konstante Ansprechperson, die ihnen Wissen zum AHF vermittelte. Mütter und Väter begrüssten die Unterstützung ihrer Kinder im Alltag durch eine sachkundige, neutrale Fachperson. Im Übernehmen von Verantwortung für ihren AHF waren die Adoleszenten unterschiedlich weit. Den Müttern und den Vätern fiel die Abgabe von Verantwortung nicht leicht. Sie waren jedoch dazu bereit, wollten den Adoleszenten aber die nötige Zeit lassen, schliesslich selber verantwortlich zu handeln. Schlussfolgerungen: Die Transitionssprechstunde ist ein wichtiges Instrument, um Kontinuität in der Betreuung der Adoleszenten zu gewährleisten und ihren Eltern das Übergeben der Verantwortung an die Jugendlichen zu erleichtern.

Item Type:

Journal Article (Further Contribution)

Division/Institute:

04 Faculty of Medicine > Department of Cardiovascular Disorders (DHGE) > Clinic of Cardiology

UniBE Contributor:

Schwerzmann, Markus

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health

ISSN:

1012-5302

Publisher:

H. Huber

Language:

German

Submitter:

Markus Schwerzmann

Date Deposited:

19 Dec 2017 10:40

Last Modified:

27 Oct 2019 01:20

Publisher DOI:

10.1024/1012-5302/a000574

PubMed ID:

28925325

Uncontrolled Keywords:

Adoleszente Eltern Transition adolescent angeborener Herzfehler congenital heart disease parents qualitative Forschung qualitative research transition to adult care

BORIS DOI:

10.7892/boris.106641

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/106641

Actions (login required)

Edit item Edit item
Provide Feedback