Leistungsmotivation sichtbar machen! Die Übereinstimmung von NachwuchstrainerInnen und SportpsychologInnen bezüglich beobachtbarem leistungsmotiviertem Verhalten

Zuber, Claudia; Conzelmann, Achim (October 2017). Leistungsmotivation sichtbar machen! Die Übereinstimmung von NachwuchstrainerInnen und SportpsychologInnen bezüglich beobachtbarem leistungsmotiviertem Verhalten (Unpublished). In: Magglinger Trainertagung 2017. Magglingen. 24.10.2017-25.10.2017.

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Leistungsmotivation hat sich als relevantes Talentkriterium im Nachwuchsleistungssport erwiesen (Zuber et al., 2015). Die Erfassung der Leistungsmotivation durch Selbstbeurteilungsinstrumente birgt jedoch die Gefahr von sozialen erwünschten Antworten. Es bietet sich deshalb an, das beobachtbare leistungsmotivierte Verhalten auch aus Trainersicht zu erfassen. Eine Möglichkeit dazu basiert auf dem Handlungs-Häufigkeitsansatz (Buss & Craik, 1983). Dieser stützt sich auf die Merkmalsdefinitionen von psychologischen Laien. In einem ersten Schritt (Generierungsphase) werden Trainer nach beobachtbaren Verhaltensweisen in konkreten Situationen befragt (sog. Acts), die sie als besonders leistungsmotiviert beurteilen. Im zweiten Schritt werden diese Verhaltensweisen dann bezüglich ihrer Prototypizität beurteilt. Diesbezüglich stellt sich die Frage, ob das Konzept «leistungsmotiviertes Verhalten» von Nachwuchstrainern – die meistens keine fundierte sportpsychologische Ausbildung aufweisen – mit dem von Sportpsychologen übereinstimmt. Dazu wurden 58 von NachwuchstrainerInnen formulierte Acts von weiteren 21 TrainerInnen (BTA/DTA; MAlter = 41.48 Jahre) und 26 SportpsychologInnen (MAlter = 43.23 Jahre) im Hinblick auf ihre Prototypizität für das Konstrukt leistungsmotiviertes Verhalten bei NachwuchsathletInnen auf einer 5-stufigen Skala beurteilt. Die Einschätzungen der beiden Stichproben unterscheiden sich über alle Acts grundsätzlich nicht (d=0.0; ICCunjust=.76) und gehen in der Gesamtbeurteilung in Richtung «ziemlich prototypisch». Auf der Ebene der einzelnen Acts unterscheiden sich die Gruppenurteile in 9 Acts. In 85% der Acts zeigen sich keine Unterschiede. In der Tendenz werden insbesondere Verhaltensweisen, die auf das Konzept der Aufgabenorientierung hinweisen, von den SportpsychologInnen als prototypischer für leistungsmotiviertes Verhalten erachtet werden als von den TrainerInnen.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Poster)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW)
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW) > Sport Science I

UniBE Contributor:

Zuber, Claudia and Conzelmann, Achim

Subjects:

700 Arts > 790 Sports, games & entertainment

Language:

German

Submitter:

Claudia Zuber

Date Deposited:

08 Nov 2017 14:15

Last Modified:

09 Nov 2017 10:12

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BORIS DOI:

10.7892/boris.106765

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/106765

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