Pilotstudie zur Wirksamkeit der Gruppentherapieprogramme »Helping Women to Recover« und »Beyond Trauma« für inhaftierte Frauen

Krammer, Sandy; Znoj, Hansjörg; Peterhans, Livia; Liebrenz, Michael (2017). Pilotstudie zur Wirksamkeit der Gruppentherapieprogramme »Helping Women to Recover« und »Beyond Trauma« für inhaftierte Frauen. Recht und Psychiatrie(35), pp. 219-226. Psychiatrie Verlag

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Hintergrund: Die beiden Gruppentherapieprogramme »Helping Women to Recover« und »Beyond Trauma« wurden spezifisch für inhaftierte Frauen entwickelt, die von einer Störung durch psychotrope Substanzen und von einer posttraumatischen Belastungsstörung betroffen sind. Dabei handelt es sich um Störungsbilder, die häufig komorbid auftreten und mit Delinquenz assoziiert sein können. Hier wird erstmals die Wirksamkeit dieser Programme im deutschen Sprachraum überprüft. Material und Methode: Die Wirksamkeit dieser Programme wurde in einer längsschnittlich angelegten Studie mit drei Messzeitpunkten in einer Stichprobe von N = 16 Inhaftierten durch standardisierte Fragebogen pilothaft untersucht. Es interessierten primär Veränderungen bezüglich des Substanzgebrauchs und der Traumafolgesymptomatik, dann auch hinsichtlich sozial-interpersoneller, motivationaler, psychopathologischer und emotionsregulatorischer Merkmale. Weiter wurde die Zufriedenheit mit der Behandlung erfasst. Darüber hinaus wurden die Strafregisterauszüge derjenigen Frauen eingeholt, die zum Zeitpunkt der Studie aus der Haft entlassen waren, um deren Rückfälligkeit einzuschätzen. Ergebnisse: Es zeigten sich keine Verbesserungen hinsichtlich der proximalen Outcome-Variablen. Hinsichtlich der Rückfälligkeit, also der distalen Outcome-Variable, fand sich, dass keine der schon entlassenen Studienteilnehmerinnen rückfällig geworden war. Dies bezog sich auf sechs Studienteilnehmerinnen und diese waren durchschnittlich seit 14,3 Monaten entlassen (SD = 10.63, Min – Max: 3 – 31 Monate). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Pilotstudie sind ernüchternd, doch vorbehaltlich methodischer Einschränkungen. Es werden weiterführende Studien mit optimalerem Studiendesign benötigt.

Item Type:

Journal Article (Original Article)

Division/Institute:

04 Faculty of Medicine > Service Sector > Institute of Legal Medicine > Forensic Psychiatric Services
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology > Clinical Psychology and Psychotherapy
04 Faculty of Medicine > Service Sector > Institute of Legal Medicine

UniBE Contributor:

Krammer, Sandy; Znoj, Hans Jörg; Peterhans, Livia and Liebrenz, Michael

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health

ISSN:

0724-2247

Publisher:

Psychiatrie Verlag

Language:

German

Submitter:

Antoinette Angehrn

Date Deposited:

28 Feb 2018 08:52

Last Modified:

28 Feb 2018 08:58

BORIS DOI:

10.7892/boris.108494

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/108494

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