2. Public-Health-Methoden

Razum, Oliver; Brzoska, Patrick; Egger, Matthias; Zwahlen, Marcel; Steck, Nicole; Geyer, Siegfried; Abel, Thomas; Schwappach, David (2018). 2. Public-Health-Methoden. In: Egger, Matthias; Razum, Oliver; Rieder, Anita (eds.) Public Health Kompakt. de Gruyter Studium (pp. 31-116). Berlin: de Gruyter 10.1515/9783110466867-006

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Als Forschungsmethoden bezeichnet man Verfahren und Techniken, die zur Klärung von wissenschaftlichen Fragestellungen dienen. Da es sich bei Public Health um ein interdisziplinäres Fach handelt, kann die Herangehensweise an bestimmte Fragestellungen sehr unterschiedlich. Die einzelnen Disziplinen, die sich in Public Health zusammenfinden, bringen jeweils ihre eigenen Methoden mit. Diese können daher sowohl aus dem Bereich der Naturwissenschaften als auch aus dem Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften stammen. In diesem Kapitel gehen wir zuerst auf eine der Kernwissenschaften von Public Health ein, die Epidemiologie Wir betrachten ihre Rolle in Public Health, schauen uns verschiedene epidemiologische Verfahren zum Messen und Vergleichen an und erläutern spezifische epidemiologische Grundbegriffe wie Expositionen, Outcomes, Validität und Reliabilität. Anschließend werden epidemiologische und klinische Studientypen sowie systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen vorgestellt. Um die Qualität epidemiologischer Studien beurteilen zu können, ist es von großer Bedeutung, die wichtigsten Fehlerquellen zu kennen. Der Abschnitt Demografie beschäftigt sich mit den Kennziffern zur Beschreibung einer Bevölkerung, z. B. dem Geburtenüberschuss, dem Wanderungssaldo, verschiedenen Sterberaten, der Lebenserwartung und potentiell verlorenen Lebensjahren. Außerdem zeigt er häufig verwendete grafische Darstellungen, z. B. zur Altersstruktur einer Bevölkerung. Die Biostatistik erläutert, wie man trotz vorhandener statistischer Unsicherheit möglichst wahrheitsgemäße Schlussfolgerungen über Populationen und Patientengruppen ziehen kann. Hierzu werden Daten zuerst klassifiziert und transparent zusammengefasst. Begriffe wie Stichprobenvariabilität, Normalverteilung und 95%-Vertrauensintervall, p-Wert und statistische Signifikanz werden erklärt. Der Abschnitt Sozialwissenschaftliche Methoden der Datenerhebungbeschäftigt sich mit der Fragebogenerstellung, insbesondere mit der Formulierung von guten Fragen und möglichen Antworten. Anschließend werden quantitative und qualitative Methoden der Datenerhebung betrachtet und ihre Vor- und Nachteile diskutiert. Der Abschnitt Gesundheitsökonomie stellt zuerst die zentralen gesundheitsökonomischen Studientypen vor. Dabei wird auch die Frage diskutiert, wie man den Nutzen medizinischer Maßnahmen quantifizieren kann. Anschließend wird erläutert, wie man Ergebnisse gesundheitsökonomischer Studien ausdrücken und interpretieren kann. Der Abschnitt schließt mit der für die Gesundheitsökonomie zentralen Frage: Wie viele Ressourcen wollen Gesellschaften für zusätzliche Gesundheit aufwenden?

Item Type:

Book Section (Book Chapter)

Division/Institute:

04 Faculty of Medicine > Pre-clinic Human Medicine > Institute of Social and Preventive Medicine

UniBE Contributor:

Egger, Matthias; Zwahlen, Marcel; Steck, Nicole; Abel, Thomas; Schwappach, David and Egger, Matthias

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health
300 Social sciences, sociology & anthropology > 360 Social problems & social services

ISBN:

978-3-11-046686-7

Series:

de Gruyter Studium

Publisher:

de Gruyter

Language:

German

Submitter:

Tanya Karrer

Date Deposited:

15 Feb 2018 11:28

Last Modified:

01 Jan 2019 02:30

Publisher DOI:

10.1515/9783110466867-006

Additional Information:

3., akt. und erw. Aufl.

BORIS DOI:

10.7892/boris.109639

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/109639

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