Trainingspraktiken im Sportverein für Menschen mit Behinderungen

Klenk, Christoffer; Häussermann, Stefan; Albrecht, Julia Brigitte; Nagel, Siegfried (14 September 2017). Trainingspraktiken im Sportverein für Menschen mit Behinderungen. In: Schwirtz, Ansgar; Mess, Filip; Demetriou, Yolanda; Senner, Veit (eds.) 23. dvs-Hochschultag, Innovation & Technologie im Sport. Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft: Vol. 265. Hamburg: Feldhaus Verlag; Czwalina

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Einleitung Für die Trainingsgestaltung im Sportverein für Menschen mit Behinderungen sind be-sondere Kompetenzen der Trainerinnen und Trainer erforderlich, weil je nach Behinde-rungsart spezifische Anpassungen notwendig sind (Heubach, 2013). Das gilt für separa-tive Behindertensportgruppen als auch für inklusive Vereinsgruppen, in denen Men-schen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Sport treiben. Allerdings ist generell ein Mangel an qualifiziertem Trainingspersonal und deren Unterstützung zu konstatieren (Becker & Anneken, 2013). Weiterführende Befunde zu den Besonderheiten der Trai-ningspraktiken im separativen und inklusiven Vereinssport fehlen. Das Ziel dieses Bei-trages ist, die Trainingspraktiken in separativen und inklusiven Sportvereinsgruppen ver-gleichend zu analysieren. Methode Für die Erfassung der Trainingspraktiken wurden Trainerinnen und Trainer von neun separativen und sechs inklusiven Sportvereinsgruppen der Deutschschweiz mittels ei-nes leitfadengestützten Interviews befragt. Der Leitfaden enthielt Fragen zu Wissen, Ausbildung und Erfahrung der Trainerinnen und Trainer, den Besonderheiten und Her-ausforderungen bei der Planung und Durchführung der Trainings, den Unterschieden von separativem und inklusivem Training sowie der Unterstützung und den Ressourcen für das Training. Die Daten wurden mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse und Diskussion Die Befunde zeigen übergreifend, dass spezifisches Wissen und entsprechende Erfah-rung zu den unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung und den sich daraus erge-benden Bedürfnissen in der Trainingsgestaltung für Menschen mit Behinderungen un-abdingbar sind. Des Weiteren sind Unterschiede in den Trainingspraktiken zwischen se-parativen und inklusiven Vereinsgruppen festzustellen. Beispielsweise ist der personelle Unterstützungsbedarf und spezifische Materialieneinsatz bei separativen Gruppen hö-her; in inklusiven Gruppen ist hingegen der Anpassungsbedarf der Trainingsinhalte grösser. Mit den Befunden können sowohl den Trainingsleitenden als auch Verbänden für ihre Ausbildungslehrgänge Ansatzpunkte für eine gelingende Trainingsgestaltung im separativen und inklusiven Vereinssport aufgezeigt werden.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Paper)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW)
07 Faculty of Human Sciences > Other Institutions > Teaching Staff, Faculty of Human Sciences
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW) > Sport Science III

UniBE Contributor:

Klenk, Christoffer; Albrecht, Julia Brigitte and Nagel, Siegfried

Subjects:

700 Arts > 790 Sports, games & entertainment

ISBN:

978-3-88020-655-7

Series:

Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft

Publisher:

Feldhaus Verlag; Czwalina

Language:

German

Submitter:

Christoffer Klenk

Date Deposited:

22 Mar 2018 13:40

Last Modified:

22 Oct 2019 21:28

BORIS DOI:

10.7892/boris.113367

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/113367

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