Arbeitsbericht: Befragung jugendlicher Fussball-Fans. Ergebnisse einer Befragung von jugendlichen Fussball-Fans des FC Basel 1893, der BSC Young Boys und des FC Luzern zur Wahrnehmung ihres Fanverhaltens und der vorherrschenden Fankultur

Jänsch, Nicola; Seiler, Roland (July 2017). Arbeitsbericht: Befragung jugendlicher Fussball-Fans. Ergebnisse einer Befragung von jugendlichen Fussball-Fans des FC Basel 1893, der BSC Young Boys und des FC Luzern zur Wahrnehmung ihres Fanverhaltens und der vorherrschenden Fankultur (Unpublished) Institut für Sportwissenschaft, Universität Bern

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Es sind einige Unterschiede im Fanverhalten zwischen jüngeren Jugendlichen und älteren Jugendlichen erkennbar. Bei der Beschreibung der Stichprobe fällt auf, dass ältere Jugendliche deutlich regelmässiger die Heim- und Auswärtsspiele ihres Vereins besuchen. Auch lehnen ältere Jugendliche ein reines Interesse an Spitzenspielen eher ab als jüngere Jugendliche. 17-18-Jährige Jugendliche verhalten sich deutlich aktiver während eines Spielbesuchs und tragen zur Stimmung im Stadion bei während sich Jugendliche zwischen 12-16 Jahren eher passiver verhalten und sich nur ab und zu an der Stimmung beteiligen. Jüngere Jugendliche zeigen ein höheres Interesse an einem starken Erlebnis, einem Spektakel sowie einem guten Rahmenprogramm und bewerten einen möglichen Misserfolg im Cup-/ Meisterschaft sowie schlechte fussballerische Spiele als wichtige Gründe gegen einen Ticketkauf. Ältere Jugendliche sehen dahingegen Gründe gegen einen Ticketkauf eher in einer fortschreitenden Kommerzialisierung oder weiteren Sicherheitsmassnahmen. Zudem haben ältere Jugendliche eine kritischere Haltung gegenüber der medialen Berichterstattung von Fanverhalten. Jugendliche zwischen 17-18 Jahren geben einen höheren Alkoholkonsum an einem Heimspieltag an, doch auch jeder vierte Jugendliche zwischen 12-16 Jahren trinkt zwischen 1-3 Becher Alkohol im Laufe eines Spiels. Zudem machen ältere Jugendliche höhere Angaben von psychischer und physischer Gewalterfahrung und stehen der Verwendung von bengalischen Feuern weniger kritisch gegenüber als jüngere Jugendliche. Jüngere Jugendliche sind dahingegen verstärkt der Meinung, dass Fan-Gewalt im Fussball nichts zu suchen hat und verhindert werden muss. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Jugendliche zwischen 17-18 Jahren die extremeren Fans sind im Vergleich zu den 12-16-Jährigen Fans. Fast jeder dritte 17-18-Jährige war bereits in eine physische Auseinandersetzung involviert. Gegenüber Sicherheitsmassnahmen nimmt diese Altersgruppe grösstenteils eine ablehnende Haltung ein. Jedoch beteiligen sie sich an der Stimmung im Stadion und Fanaktivitäten deutlich mehr. Jüngere Jugendliche sind in ihren Ansichten und ihrem Verhalten gemässigter. Für sie stehen eher das Erlebnis sowie ein gutes Spiel im Fokus des Interesses.

Item Type:

Working Paper

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW)
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Sport Science (ISPW) > Sport Science II

UniBE Contributor:

Jänsch, Nicola and Seiler, Roland

Subjects:

100 Philosophy > 150 Psychology
700 Arts > 790 Sports, games & entertainment

Publisher:

Institut für Sportwissenschaft, Universität Bern

Funders:

[UNSPECIFIED] Fanarbeit Schweiz

Language:

German

Submitter:

Roland Seiler

Date Deposited:

22 Mar 2018 13:46

Last Modified:

22 Mar 2018 13:46

Uncontrolled Keywords:

Fussball, Fans, Fankultur, Jugendliche

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/113460

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