Bodenerosion bei Starkniederschlägen im Schweizer Mittelland – Ursachen und Massnahmen für die künftige Prävention von Bodenerosion durch Wasser

Ebneter, Laura; Krauer, Jürg; Hodel, Elias; Liniger, Hanspeter (2017). Bodenerosion bei Starkniederschlägen im Schweizer Mittelland – Ursachen und Massnahmen für die künftige Prävention von Bodenerosion durch Wasser. BGS Bulletin, 38, pp. 19-26. Elvadata AG

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Bodenerosion stellt eine Gefahr für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit dar, denn beim Erosionsprozess wird überwiegend der humusreiche Oberboden, der fruchtbarste Teil des Ackerlandes, abgetragen. Mit zunehmenden Starkniederschlägen im Zuge des Klimawandels wird diese Gefahr immer grösser. Wie die Schweizer Landwirtschaft mit solchen Starkniederschlagsereignissen umgehen kann, ist weitgehend ungeklärt. Deshalb ist das Ziel dieser Arbeit, Ursachen und Massnahmen von Bodenerosion bei Starkniederschlägen zu erfassen und zusammen mit den LandwirtInnen Massnahmen und Landnutzungsoptionen zu diskutieren, um Bodenerosion im Untersuchungsgebiet künftig vermeiden oder reduzieren zu können. Dafür wurden vier vergleichende Fallstudien anhand von einem Feldprotokoll und Luftbildern erfasst und die Landnutzung anhand eines standardisierten Fragebogens mit den LandwirtInnen erhoben und diskutiert. Die Resultate ergeben folgende Faktoren, welche das Ausmass der Erosion mitbestimmen: die Bodenbedeckung, der Fruchtfolgefaktor, die zum Oberflächenabfluss beitragende Fläche in einem Hangeinzugsgebiet, sowie eine Gefährdung durch biophysische Faktoren gemäss Erosionsrisikokarte (ERK2). Abflussleitende Oberflächenformen, wie zum Beispiel Pflugrinnen oder Kartoffelfurchen, sind bei der Bestimmung der beitragenden Fläche zentral, denn diese können Oberflächenabfluss kanalisieren und gesammelt leiten. Die Resultate zeigen weiter, dass sich die oben genannten Faktoren gegenseitig aufheben können. So kann zum Beispiel eine genügende Bodenbedeckung einen Boden mit schlechtem Fruchtfolgefaktor vor Erosion schützen. Weiter zeigen die Resultate, dass die Fliessstrecken gemäss ERK2 genaue Hinweise auf die durch Erosion gefährdeten Stellen in einem Hangeinzugsgebiet liefern. Deshalb betreffen fallbeispielübergreifende Massnahmen die Vermeidung von langen Fliessstrecken anhand der Unterteilung eines Hangeinzugsgebiets in mehrere Schläge mit wechselnden Bodenbedeckungen.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Paper)

Division/Institute:

08 Faculty of Science > Institute of Geography > Integrative Geography > Unit Sustainable Land Management
08 Faculty of Science > Institute of Geography > Integrative Geography
08 Faculty of Science > Institute of Geography
10 Strategic Research Centers > Centre for Development and Environment (CDE)

UniBE Contributor:

Ebneter, Laura Isabella; Krauer, Jürg; Hodel, Elias and Liniger, Hanspeter

Subjects:

900 History > 910 Geography & travel

ISSN:

1420-6773

Publisher:

Elvadata AG

Projects:

[1048] Erosion Risk Monitoring in Switzerland
[803] Cluster: Land Resources
[805] Sustainability Governance

Language:

German

Submitter:

Stephan Schmidt

Date Deposited:

20 Dec 2018 10:24

Last Modified:

26 Feb 2019 11:25

BORIS DOI:

10.7892/boris.121302

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/121302

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