Determinanten für die Bewältigung von Situationen mit erhöhter Stressbelastung. Eine Längsschnittstudie mit Rekruten der Schweizer Armee unter Berücksichtigung von Motivation, Einstellung, Erwartung und Selbstwirksamkeit

Zeder, André (2018). Determinanten für die Bewältigung von Situationen mit erhöhter Stressbelastung. Eine Längsschnittstudie mit Rekruten der Schweizer Armee unter Berücksichtigung von Motivation, Einstellung, Erwartung und Selbstwirksamkeit. (Dissertation, Universität Bern, Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät)

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Anhand einer Feldstudie mit Rekruten der Schweizer Armee werden verschiedene psychologische Faktoren bezüglich ihrer Wirkung als Determinanten für die Bewältigung von Situationen mit erhöhter Stressbelastung untersucht. Die militärische Grundausbildung (Rekrutenschule) stellt einen strukturierten, hierarchischen Kontext dar, der basierend auf den zivilen Sozialisationserfahrungen eine überdurchschnittlich grosse Anpassungsleistung erfordert. Die Fragestellungen dieser Arbeit beziehen sich sowohl auf den Einfluss von Motivation, Einstellung und Erwartung auf das erfolgreiche Bestehen der Rekrutenschule (Aufgabenerfüllung) als auch auf die Zusammenhänge dieser Faktoren mit der psychischen Befindlichkeit während dieser Tätigkeit. Dabei wird insbesondere die Rolle der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung vertieft analysiert. Die untersuchte Stichprobe (N = 328) setzt sich aus gesunden Männern im Alter zwischen 19 und 21 Jahren zusammen. Das Studiendesign beinhaltet drei Messzeitpunkte, wobei die gesundheitsbezogenen abhängigen Variablen mehrfach anhand von bestehenden Messinstrumenten erhoben wurden. Die Skalen zur Erfassung von Motivation, Einstellung und Erwartungen wurden eigens für diese Studie entwickelt.
Die berichteten gesundheitsbezogenen Belastungen der Rekruten sind, den hohen körperlichen und psychischen Anforderungen der militärischen Grundausbildung entsprechend, relativ stark ausgeprägt und bewegen sich deutlich über der vergleichbaren Altersnorm. Den Hypothesen gemäss kann bestätigt werden, dass ein bedeutender Zusammenhang zwischen der Einstellung zu einer Tätigkeit bzw. der Motivation und dem psychischen Wohlbefinden besteht. Die negativen Auswirkungen von tiefer Motivation können durch eine hohe allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung etwas abgefedert werden. Allerdings hat sich erwiesen, dass die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung selber gewissen kontextbezogenen Einflussfaktoren unterliegt. Bemerkenswert ist zudem, dass einzig die spezifische Ergebniserwartung, also die Erwartung, die Rekrutenschule erfolgreich abzuschliessen, bezüglich der Voraussage der Aufgabenerfüllung einen nennenswerten Beitrag leistet. Als Erklärung dieses Effekts liegen Mechanismen einer selbsterfüllenden Prophezeiung nahe.

Item Type:

Thesis (Dissertation)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology > Clinical Psychology and Psychotherapy

UniBE Contributor:

Znoj, Hans Jörg

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health

Language:

German

Submitter:

Igor Peter Hammer

Date Deposited:

11 Dec 2018 16:11

Last Modified:

25 Oct 2019 19:36

URN:

urn:nbn:ch:bel-bes-3504

Additional Information:

e-Dissertation (edbe)

BORIS DOI:

10.7892/boris.122464

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/122464

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