Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs-und Berufsverläufen junger Erwachsener in der Schweiz. Ergebnisse aus einer Mixed-Methods-Studie

Wehner, Nina; Schwiter, Karin; Hupka-Brunner, Sandra; Maihofer, Andrea (2016). Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs-und Berufsverläufen junger Erwachsener in der Schweiz. Ergebnisse aus einer Mixed-Methods-Studie. In: Faulstich-Wieland, Hannelore (ed.) Berufsorientierung und Geschlecht. Veröffentlichungen der Max-Traeger-Stiftung: Vol. 50 (pp. 23-38). Weinheim und Basel: Beltz Juventa

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Berufsorientierung_und_Geschlecht_Geschlechterungleichheiten_in_Ausbildungs-_und_Berufsverlufen_junger_Erwachsener_in_der_Schweiz.pdf - Published Version
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Die Geschlechtersegregation des Arbeitsmarktes ist in der Schweiz ähnlich stark ausgeprägt wie in Deutschland. Den zahlreichen gleichstellungspolitischen Bemühungen zum Trozt münden noch immer die meisten jungen Erwachsenen in geschlechtstypische Berufe ein, geschlechtsuntypische Verläufe sind ausgesprochen selten. In einer längsschnittlich angelegten Mixed-Methods-Studie haben wir nach den Ursachen für dieses ausgewiesene Beharrungsvermögen der Segregation gesucht und danach gefragt, welche Faktoren und Mechanismen diese im biografischen Zeitverlauf aufrechterhalten. Dazu konnten wir einerseits auf die Verlaufsdaten der Schweizerischen TREE-Studie zurückgreifen und andererseits mit 33 ausgewählten Interviewpartner_innen in geschlechtstypischen und -untypischen Berufsgruppen berufsbiografische Interviews führen. Unsere Ergebnisse bestätigen das Ausmass der Segregation bzw. weisen auf eine statistische Unterschätzung desselben hin. Geschlechtsuntypische Verläufe werden noch seltener realisiert als erwartet; sie gestalten sich hochgradig voraussetzungsvoll. So weisen Männer und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufsfeldern höhere Ressourcen auf als ihre Altersgenoss_innen in geschlechtstypischen Berufen, und sie beschreiben spezifische Unterstützungserfahrugen aus ihrem familialen und beruflichen Umfeld. Des Weiteren erweis sicht die (antizipierte) Familiengründung als zusätzliche Hürde für den Verbleib von Männern und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen, da diese in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung inkompatibel mit tradierten Familienvorstellungen sind. Standort: E-Dokumente\Wehner_etal_2016_Geschlechterungleichheiten_Ausbildungsverläufe.pdf fm 21.12.15

Item Type:

Book Section (Book Chapter)

Division/Institute:

03 Faculty of Business, Economics and Social Sciences > Social Sciences > Institute of Sociology

UniBE Contributor:

Hupka-Brunner, Sandra

Subjects:

300 Social sciences, sociology & anthropology

ISBN:

978-3-7799-3283-3

Series:

Veröffentlichungen der Max-Traeger-Stiftung

Publisher:

Beltz Juventa

Projects:

[1036] Transitions from Education to Employment (TREE) Official URL

Language:

German

Submitter:

David Leander Baumann

Date Deposited:

17 Oct 2019 10:40

Last Modified:

24 Oct 2019 07:49

Additional Information:

Notes: treeanalysis analysis_thirdparty Date: 2016

BORIS DOI:

10.7892/boris.131111

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/131111

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