Hochwasserabschätzung in schweizerischen Einzugsgebieten: Praxishilfe

Spreafico, Manfred; Weingartner, Rolf; Barben, M; Ryser, A (2003). Hochwasserabschätzung in schweizerischen Einzugsgebieten: Praxishilfe (Berichte des BWG, Serie Wasser 4). Bern: Bundesamt für Wasser und Geologie BWG

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Die Kenntnis von Hochwasserabflüssen bestimmter Jährlichkeit ist eine wichtige Grundlage für den Schutz und die Nutzung unserer Wasserressourcen sowie den Schutz des Menschen vor schädigenden Wirkungen des Wassers. Während in grösseren Einzugsgebieten meist Abflussmessungen vorhanden sind, fehlen solche in kleinen (<10 km2) und mittelgrossen (10–500 km2) Einzugsgebieten häufig. Entsprechend den vorhandenen hydrologischen Informationen und der Vielfalt der Problemstellungen gibt es eine grosse Anzahl von Verfahren zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen. In der Praxis stellt sich deshalb die Frage nach dem zur Lösung eines Problems geeigneten Verfahren. Die vorliegende Publikation soll einen Überblick über die in der Schweiz verwendeten Methoden geben und bei der Anwendung helfen, das geeignete Verfahren auszuwählen. Als zusätzliche Hilfe wurden von der Gruppe für Hydrologie am Geographischen Institut der Uni Bern (M. Barben) und an der Abteilung Wasser, Erd- und Felsbewegungen der Eidg. Forschungsanstalt WSL (S. Vogt) für die Verfahren der Kapitel 5.1 und 5.2 zwei Programmpakete entwickelt, welche die Bestimmung er Hochwasserabflüsse unterstützen. Der Schwerpunkt bei den Arbeiten wurde auf die Hochwasserabschätzung in Einzugsgebieten ohne Abflussmessungen gelegt (Kapitel 5). Dabei ist die Priorität auf die Bestimmung der Abflussspitzen, und nicht auf die Abflussvolumina, gelegt worden. Der Vollständigkeit halber werden aber auch Methoden der Hochwasserabschätzung in Gebieten mit Abflussmessungen beschrieben (Kapitel 4). Bei der Hochwasserabschätzung ist die Beurteilung der relevanten Abflussbildungsprozesse eine wichtige Voraussetzung, weshalb die Publikation ein spezielles Kapitel zu den Grundlagen der Abflussbildungsprozesse enthält (Kapitel 3). Die vorliegende Publikation erhebt nicht den Anspruch, optimale Verfahren zur Lösung aller Probleme bei der Hochwasserabschätzung anzubieten. Sie will vielmehr in der Praxis eine nützliche Arbeitshilfe bei der Entscheidungsfindung sein. Ein ausreichendes Mass an hydrologischen Kenntnissen ist aber Voraussetzung. Die Hochwasserabschätzung muss sich in Zukunft weiterentwickeln. So sind heute beispielsweise bei der Abschätzung von Hochwasserganglinien und -frachten, bei der Bestimmung sehr seltener Hochwasser und bei der Beurteilung der Abflussprozesse in kleinen und mittelgrossen Einzugsgebieten viele Probleme noch nicht zufriedenstellend gelöst. Dazu braucht es in Zukunft weitere Messungen, Untersuchungen und Auswertungen.

Item Type:

Report (Report)

Division/Institute:

08 Faculty of Science > Institute of Geography > Physical Geography > Unit Hydrology
08 Faculty of Science > Institute of Geography
08 Faculty of Science > Institute of Geography > Physical Geography

UniBE Contributor:

Spreafico, Manfred and Weingartner, Rolf

Subjects:

900 History > 910 Geography & travel

ISSN:

1660-0746

Series:

Berichte des BWG, Serie Wasser

Publisher:

Bundesamt für Wasser und Geologie BWG

Language:

German

Submitter:

Deborah Nathalie Jutzi

Date Deposited:

24 Oct 2019 14:42

Last Modified:

24 Oct 2019 14:42

BORIS DOI:

10.7892/boris.134005

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/134005

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