Berufszufriedenheit von Schweizer Hausärzten mit und ohne Fähigkeitsausweis Homöopathie SVHA/SIWF

Frei, Martin; von Ammon, Klaus; Heri, Matthias; Spring, Beat; Torchetti, Loredana (July 2014). Berufszufriedenheit von Schweizer Hausärzten mit und ohne Fähigkeitsausweis Homöopathie SVHA/SIWF. PrimaryCare, 14(14), pp. 227-228. EMH Editores Medicorum Helveticorum - Schweizerischer Ärzteverlag AG

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HINTERGRUND: Zur Berufszufriedenheit von Hausärzten gibt es zahlreiche Studien, die unter anderem zeigen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Behandlungsqualität und Gesundheitskosten besteht. In einer in Deutschland 2011 durchgeführten Untersuchung von Joos et al. ergaben sich Hinweise, dass Allgemeinmediziner, welche eine positive Einstellung zu komplementären Behandlungsmethoden haben und eine solche Methode auch selber ausüben, eine höhere Berufszufriedenheit aufweisen. Für die Schweiz existiert keine entsprechende Untersuchung.
 METHODE: Die Messung der Berufszufriedenheit erfolgte durch den von Bovier und Perneger 2003 in Genf validierten Fragebogen. Anhand von 17 Fragen werden die fünf Aspekte Patientenversorgung, Arbeitsbelastung, Einkommen/soziales Ansehen, persönlicher Gewinn und Beziehung zu KollegInnen evaluiert. Die Befragung erfolgte schriftlich bei den Teilnehmern der SwissFamilyDocs Conference in Bern 2013 (n=143) und via Onlinefragebogen bei Trägern des Fähigkeitsausweises Homöopathie SVHA (n=125).
 RESULTATE: Die beiden Gruppen unterscheiden sich nicht in der übergeordneten allgemeinen Berufszufriedenheit, jedoch kommt es bei 6 der 17 Antworten zu signifikanten Unterschieden. Höhere Zufriedenheitswerte ergaben sich für die Hausärzten mit Fähigkeitsausweis Homöopathie bei der Beziehung zu den betreuten Patienten, der Arbeitsbelastung und der Zeit für Familie, Freunde und Freizeitaktivität. Tiefere Zufriedenheitswerte zeigten sich beim Einkommen, den Fortbildungsmöglichkeiten und bei der beruflichen Beziehung/dem Austausch mit Kollegen. 
 DISKUSSION: Hausärzte mit Zusatzqualifikation in Homöopathie arbeiten durchschnittlich ungefähr 10h pro Woche weniger als Hausärzte in der Vergleichsgruppe. Es ist naheliegend, dass dies in der Umfrage einerseits dazu führte, dass die Zufriedenheit mit der Arbeitsbelastung und mit der Zeit für Familie, Freunde und Freizeitaktivitäten signifikant höher und anderseits die Zufriedenheit mit dem Einkommen signifikant tiefer ausfällt. Die höchsten Zufriedenheitswerte ergaben sich für beide Gruppen bei der Beziehung zu den betreuten Patienten und bei der Beziehung zum nicht-ärztlichen Praxispersonal. Dagegen waren beide Gruppen am wenigsten zufrieden mit dem Aufwand für Verwaltungsarbeit und mit der Vergütung für die hausärztliche Tätigkeit. Diese Ergebnisse zeigen auf, wo sich die Berufszufriedenheit der Schweizer Hausärzte und damit indirekt auch die Behandlungsqualität weiter verbessern liesse.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Poster)

Division/Institute:

04 Faculty of Medicine > Medical Education > Institute of Complementary Medicine (ICOM)

UniBE Contributor:

Frei, Martin; von Ammon, Klaus; Heri, Matthias; Spring, Beat and Torchetti, Loredana

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health

ISSN:

1424-3776

Publisher:

EMH Editores Medicorum Helveticorum - Schweizerischer Ärzteverlag AG

Language:

German

Submitter:

Martin Frei-Erb

Date Deposited:

08 Oct 2014 14:07

Last Modified:

30 Dec 2014 20:43

BORIS DOI:

10.7892/boris.58369

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/58369

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