Patientenrechte Urteilsunfähiger: Veto- und Partizipationsrechte Urteilsunfähiger in medizinischen Angelegenheiten und ihre (spezialgesetzliche) Regelung im schweizerischen Recht

Sprecher, Franziska (2011). Patientenrechte Urteilsunfähiger: Veto- und Partizipationsrechte Urteilsunfähiger in medizinischen Angelegenheiten und ihre (spezialgesetzliche) Regelung im schweizerischen Recht. FamPra.ch - die Praxis des Familienrechts, 12(2), pp. 270-301. Stämpfli

[img] Text
Patientenrechte Urteilsunfähiger_FamPra 2011.pdf - Published Version
Restricted to registered users only
Available under License Publisher holds Copyright.

Download (311kB) | Request a copy

Die Patientenautonomie, als das Recht der Betroffenen frei über Eingriffe in ihren Körper zu entscheiden, bildet die oberste Richtschnur für das ärztliche Handeln. Der mündige und selbstbestimmte Patient gilt heute als Selbstverständlichkeit. Selbstbestimmtes Handeln in medizinischen Angelegenheiten ist aber nicht allen Menschen möglich. Die Gruppe der urteilsunfähigen Patientinnen und Patienten bedarf in diesem Zusammenhang einer gesonderten Betrachtung. Ihren Patientenrechten ist der vorliegende Beitrag gewidmet. Nach einer Einführung zu den Patientenrechten im Allgemeinen sowie ihren rechtlichen Grundlagen im schweizerischen Recht, erläutern Ausführungen zur Urteilsfähigkeit deren Funktion als Schlüssel zu den persönlichkeitsbezogenen Patientenrechten. Vertieft werden die Besonderheiten sowie die Heterogenität der Gruppe der urteilsunfähigen Patienten und die daraus resultierenden Anforderungen an ihre Vertretung und die Ausgestaltung ihrer Rechte besprochen. In der Folge wird auf die im Zentrum des vorliegenden Beitrags stehenden Veto- und Partizipationsrechte Urteilsunfähiger eingegangen. In einem zweiten Teil werden medizinrechtliche Spezialgesetze des Bundes auf Regelungen zu Partizipations- und Vetorechten Urteilsunfähiger hin untersucht. Aufgrund ihrer grossen Bedeutung für die Patientenrechte werden zudem das revidierte Vormund-schaftsrecht sowie der Entwurf für ein Bundesgesetz zur Humanforschung, die medizinisch-ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) sowie das Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin des Europarates und die Leitlinien der Internationalen Harmonisierungskonferenz bei dieser Untersuchung mit berücksichtigt. Der Abschluss des vorliegenden Beitrages bildet eine Analyse der in den untersuchten nationalen und internationalen Normen gefundenen Veto- und Partizipationsrechten urteilsunfähiger Patienten

Item Type:

Journal Article (Original Article)

Division/Institute:

02 Faculty of Law > Department of Public Law > Institute of Public Law

UniBE Contributor:

Sprecher, Franziska

Subjects:

300 Social sciences, sociology & anthropology > 340 Law

ISSN:

1424-1811

Publisher:

Stämpfli

Language:

German

Submitter:

Franziska Sprecher Daum

Date Deposited:

20 Nov 2014 08:45

Last Modified:

12 Jan 2017 11:03

Uncontrolled Keywords:

Medizinrecht, Patientenrechte, medizinischer Eingriff, Partizipationsrechte, Vetorecht, Urteilsfähigkeit, Einwilligungsfähigkeit, Selbstbestimmung, HFG, Personenrecht, ZGB, Persönlichkeitsrecht, Gesundheitsrecht

BORIS DOI:

10.7892/boris.59978

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/59978

Actions (login required)

Edit item Edit item
Provide Feedback