Psychische Adaptation nach Verwitwung im Alter : die Rolle personaler Ressourcen und kontextueller Faktoren (Mantelpapier)

Spahni, Stefanie (2015). Psychische Adaptation nach Verwitwung im Alter : die Rolle personaler Ressourcen und kontextueller Faktoren (Mantelpapier). (Dissertation, Universität Bern, Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät)

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Verwitwung stellt ein typisches und dennoch sehr stressreiches kritisches Lebensereignis des späteren Lebensalters dar. Die Forschung zeigt, dass Betroffene Einbussen in verschiedenen Dimensionen des Wohlbefindens im Vergleich zu verheirateten Gleichaltrigen aufweisen. Die Stärke und Dauer dieser negativen Folgen ist jedoch sehr individuell. Sowohl die Multidimensionalität des Wohlbefindens wie auch die Variabilität in der psychischen Adaptation nach Verwitwung wurden in der bisherigen Forschung überwiegend vernachlässigt. Ausgehend davon ist es das Ziel der vorliegenden Inauguraldissertation, die Folgen der Verwitwung für das Wohlbefinden wie auch die individuellen Unterschiede in der psychischen Adaptation differentiell – unter Berücksichtigung von emotionalen, kognitiven, sozialen und physischen Indikatoren – zu untersuchen. Basierend auf einer interaktionistischen Perspektive werden dabei sowohl personale Ressourcen als auch beziehungs-­‐ und verlustbezogene sowie sozio-­‐historische Faktoren als mögliche Determinanten der psychischen Adaptation nach Verwitwung im Alter berücksichtigt. Auf der Grundlage empirischer Daten zweier Forschungsprojekte des Nationalen Forschungsschwerpunkts LIVES zu Partnerschaft und Altern in der Schweiz, wurden zu diesem Ziel vier Artikel veröffentlicht. Diese bestätigen das im Mittel tiefere emotionale, kognitive und soziale Wohlbefinden Verwitweter, wobei das Ausmass dieser Einbussen stark individuell variiert, besonders abhängig von den verfügbaren intrapersonalen Ressourcen. Der Vergleich über dreissig Jahre zeigt, dass sich die sozialen und wirtschaftlichen Fortschritte dieser Zeit besonders für Frauen günstig auf die Herausforderungen der Verwitwung im Alter ausgewirkt haben. Die psychische Bewältigung jedoch zeigt sich unabhängig von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und so bestätigt sich die Verwitwung – zumindest aus psychologischer Sicht – als eine der grossen Herausforderungen des Alters. Die Artikel werden im vorliegenden Manteltext in den zugrundeliegenden Forschungsstand und theoretischen Zugang eigebettet, ihre Ergebnisse thematisch zusammengefasst, diskutiert und Implikationen für weitere Forschung und Praxis abgeleitet.

Item Type:

Thesis (Dissertation)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology > Clinical Psychology and Psychotherapy
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology > Developmental Psychology

UniBE Contributor:

Spahni, Stefanie; Perrig-Chiello, Pasqualina and Znoj, Hans Jörg

Subjects:

600 Technology > 610 Medicine & health
100 Philosophy > 150 Psychology

Language:

German

Submitter:

Igor Hammer

Date Deposited:

01 Feb 2016 16:41

Last Modified:

01 Feb 2016 16:41

URN:

urn:nbn:ch:bel-bes-1910

Additional Information:

e-Dissertation (edbe) Aus urheberrechtlichen Gründen fehlt das Kapitel 4

BORIS DOI:

10.7892/boris.76110

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/76110

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