Computerbasierte Prüfung von klinischem Denken in der klinischen Ausbildung: Ein Mixed-Method Vergleich von Key Feature Problemen mit fallbasierten Multiple Choice Typ A Fragen

Huwendiek, Sören; deLeng, B; vanderVleuten, C; Muijtjens, A; Dolmans, D (31 August 2015). Computerbasierte Prüfung von klinischem Denken in der klinischen Ausbildung: Ein Mixed-Method Vergleich von Key Feature Problemen mit fallbasierten Multiple Choice Typ A Fragen (Unpublished). In: Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung GMA. Leipzig. 30.09.-03.10.2015. 10.3205/15gma041

Fragestellung/Einleitung: Es ist unklar inwiefern Unterschiede bestehen im Einsatz von Key Feature Problemen (KFP) mit Long Menu Fragen und fallbasierten Typ A Fragen (FTA) für die Überprüfung des klinischen Denkens (Clinical Reasoning) in der klinischen Ausbildung von Medizinstudierenden. Methoden: Medizinstudierende des fünften Studienjahres nahmen an ihrer klinischen Pädiatrie-Rotation teil, die mit einer summativen Prüfung endete. Die Überprüfung des Wissen wurde pro Prüfung elektronisch mit 6-9 KFP [1], [3], 9-20 FTA und 9-28 nichtfallbasierten Multiple Choice Fragen (NFTA) durchgeführt. Jedes KFP bestand aus einer Fallvignette und drei Key Features und nutzen ein sog. Long Menu [4] als Antwortformat. Wir untersuchten die Perzeption der KFP und FTA in Focus Gruppen [2] (n of students=39). Weiterhin wurden die statistischen Kennwerte der KFP und FTA von 11 Prüfungen (n of students=377) verglichen. Ergebnisse: Die Analyse der Fokusgruppen resultierte in vier Themen, die die Perzeption der KFP und deren Vergleich mit FTA darstellten: KFP wurden als 1. realistischer, 2. schwerer, und 3. motivierender für das intensive Selbststudium des klinischen Denkens als FTA aufgenommen und zeigten 4. insgesamt eine gute Akzeptanz sofern gewisse Voraussetzungen berücksichtigt werden. Die statistische Auswertung zeigte keinen Unterschied im Schwierigkeitsgrad; jedoch zeigten die KFP eine höhere Diskrimination und Reliabilität (G-coefficient) selbst wenn für die Prüfungszeit korrigiert wurde. Die Korrelation der verschiedenen Prüfungsteile war mittel. Diskussion/Schlussfolgerung: Die Studierenden erfuhren die KFP als motivierenden für das Selbststudium des klinischen Denkens. Statistisch zeigten die KFP eine grössere Diskrimination und höhere Relibilität als die FTA. Der Einbezug von KFP mit Long Menu in Prüfungen des klinischen Studienabschnitts erscheint vielversprechend und einen „educational effect“ zu haben.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Abstract)

Division/Institute:

04 Faculty of Medicine > Medical Education > Institute for Medical Education > Assessment and Evaluation Unit (AAE)

UniBE Contributor:

Huwendiek, Sören

Language:

German

Submitter:

Eveline Götschmann-Meile

Date Deposited:

21 Apr 2016 14:06

Last Modified:

21 Apr 2016 14:06

Publisher DOI:

10.3205/15gma041

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/81217

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