Eifersucht in der Partnerschaft – Untersuchung des Zusammenhangs von Eifersucht, Persönlichkeit und Bindung im Erwachsenenalter

Richter, Martina; Thomas, Philipp; Troche, Stefan (19 September 2018). Eifersucht in der Partnerschaft – Untersuchung des Zusammenhangs von Eifersucht, Persönlichkeit und Bindung im Erwachsenenalter (Unpublished). In: 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main. 15.09.-20.09.2018.

Eifersucht in Partnerschaften ist ein komplexes emotionales, kognitives und behaviorales Phänomen als Folge einer potentiellen Bedrohung der Beziehung durch eine wahrgenommene Annährung der Partnerin/des Partners an eine Rivalin/einen Rivalen (White, 1981). Die Gefahr, eine wichtige Bezugsperson zu verlieren, kann auch bei Erwachsenen das Bindungssystem aktivieren (Sharpsteen & Kirkpatrick, 1997). Andere Studien fokussierten stärker auf Zusammenhänge zwischen der Eifersuchtsneigung und Persönlichkeitsmerkmalen. Der Bindungsstil erklärt Varianz in verschiedenen Partnerschaftsvariablen über die Persönlichkeit hinaus (Noftle & Shaver, 2005; Shaver & Brennan, 1992). Relativ wenig ist bislang über den gleichzeitigen Einfluss von Bindung und Persönlichkeit auf Eifersucht bekannt. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern individuelle Unterschiede im Eifersuchtserleben gemeinsam bzw. unique durch Persönlichkeit und Bindung erklärt werden können. Im Rahmen einer Online-Befragung wurde die Eifersuchtsausprägung von 75 Männern und 137 Frauen im Alter von 18 bis 63 Jahren (M = 28.25, SD = 8.8) mit einem validierten Eifersuchtsfragebogen (Bauer, 1988), die Bindung mit der Adult Attachment Scale (Schmidt, Strauß, Höger & Brähler, 2004) und die Persönlichkeit mit dem NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (Borkenau & Ostendorf, 2008) erfasst. Korrelativ ergaben sich zahlreiche Zusammenhänge zwischen Persönlichkeit, Bindungsdimensionen und Eifersucht. Regressionsanalytisch erwiesen sich aber nur Neurotizismus sowie die Bindungsdi-mensionen Angst und Vertrauen als signifikante Prädiktoren für die Eifersuchtsausprägung und erklärten insgesamt 26% der Varianz in der Eifersucht. Ungefähr 8% davon waren unique Varianzanteile. Ein umfassendes Verständnis von individuellen Eifersuchtsunterschieden scheint somit von der gleichzeitigen Betrachtung von Bindungs- und Persönlichkeitsunterschieden zu profitieren.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Poster)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Psychology > Personality Psychology, Differential Psychology and Diagnostics

UniBE Contributor:

Thomas, Philipp and Troche, Stefan

Subjects:

100 Philosophy > 150 Psychology
300 Social sciences, sociology & anthropology > 370 Education

Language:

German

Submitter:

Karin Dubler

Date Deposited:

27 May 2019 16:07

Last Modified:

27 May 2019 16:07

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/127840

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