Überbetriebliche Kooperationen in der Hotellerie: Grundlagenbericht zum fit-together-Konzept

Bandi, Monika; Lussi, Simone; Jung, Daniel C.; Abderhalden, Martin; Hämmerli, Sarah (2015). Überbetriebliche Kooperationen in der Hotellerie: Grundlagenbericht zum fit-together-Konzept (CRED-Bericht 8). Bern: CRED - Center for Regional Economic Development

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CRED-Bericht Nr. 8_Überbetriebliche Kooperationen_091215_def.pdf - Published Version
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Die Schweizer Hotellerie sieht sich verschiedenen Problemfeldern, wie Klein-strukturiertheit, Ertragsschwäche, tiefem Eigenfinanzierungsgrad und folglich ei-ner tiefen Wettbewerbsfähigkeit, gegenüber. Unternehmensübergreifende Ko-operationen können gerade für kleine und mittlere Hotelbetriebe ein Mittel dar-stellen, um im Markt eine gefestigtere Position zu erreichen. Im Rahmen eines Innotour-Projekts wurden an der Forschungsstelle Tourismus in Zusammenarbeit mit GastroSuisse anwendungsorientierte Grundlagen zur vieldiskutierten Kooperationsthematik bereitgestellt und Entwicklungspotenziale aufgezeigt. Erklärtes Endziel war dabei die Konzeptionierung eines Kooperations-Tools („fit-together“) als Unterstützung für das Gastgewerbe. Für den vorliegenden Grundlagenbericht wurden die theoretischen und praktischen Grundlagen zum Thema anhand einer Sekundäranalyse der Literatur, Experteninterviews, Fallbeispielen, Workshops mit der Kommission Beherbergung und einer Auswertung der Benchmark4me-Daten aufgearbeitet.
Die Analyse zeigt, dass das grösste Potenzial für die Hotellerie in horizontalen und lateralen Kooperationen liegt. Zentrale Erkenntnisse sind zudem die Wich-tigkeit persönlicher Kooperationsvoraussetzungen, das grosse Potenzial der Ko-operationsfelder Positionierung, Produktgestaltung, Verkauf sowie Mitarbeitende und die Beobachtung, dass sich Potenzial und Risiko von Kooperationen in einer Art Spannungsfeld befinden. Oftmals erfordern hohe potenzielle Vorteile einer Kooperation das Eingehen eines höheren Risikos. Ausserdem wurde ersichtlich, dass in der Praxis mit Kooperationen primär klar erfassbare Ziele in Form von Quick-Wins verfolgt werden, weshalb die Bindungsintensität vielfach eher gering ist. Für die Konzeption des Kooperations-Tools scheint sich ein modulartiger Aufbau mit einer positiven anstelle einer problemorientierten Herangehensweise anzubieten, damit dieses den individuellen Bedürfnissen möglichst gerecht wird und auch „fitte“ Betriebe angesprochen werden können.

Item Type:

Report (Report)

Division/Institute:

11 Centers of Competence > Center for Regional Economic Development (CRED)
03 Faculty of Business, Economics and Social Sciences > Department of Economics
03 Faculty of Business, Economics and Social Sciences > Department of Economics > Institute of Economics > Economic Policy and Regional Economics
03 Faculty of Business, Economics and Social Sciences > Department of Economics > Institute of Economics

UniBE Contributor:

Bandi, Monika; Lussi, Simone and Hämmerli, Sarah Julia

Subjects:

300 Social sciences, sociology & anthropology > 330 Economics

Series:

CRED-Bericht

Publisher:

CRED - Center for Regional Economic Development

Language:

German

Submitter:

Melanie Moser

Date Deposited:

28 Apr 2020 12:02

Last Modified:

07 Sep 2020 19:41

BORIS DOI:

10.7892/boris.143692

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/143692

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