Kindersegen und effektive Rituale: Die Jesuiten in China zwischen lokalen Heilspraktiken, tridentinischer Norm und konfuzianischer Obrigkeit

Amsler, Nadine (7 February 2013). Kindersegen und effektive Rituale: Die Jesuiten in China zwischen lokalen Heilspraktiken, tridentinischer Norm und konfuzianischer Obrigkeit (Unpublished). In: 3. Schweizer Geschichtstage. Freiburg (Schweiz). 07.-09.2.2013.

In christlichen Gemeinden, die im 17. Jahrhundert in zahlreichen chinesischen Provinzen entstanden, versuchten die Jesuiten deshalb vor allem, die Heilsbedürfnisse der Gläubigen vor Ort zu befriedigen. Da in der chinesischen Gesellschaft die Fortsetzung der männlichen Linie von grosser Wichtigkeit war, war Kindersegen ein Anliegen erster Ordnung, dem die Jesuiten mit ihren Ritualen zu begegnen hatten. Sie setzten christliche Heilsobjekte oft gegen Kinderlosigkeit ein und standen Frauen bei schwierigen Niederkünften bei. Mit solchen Heilspraktiken, die in China traditionellerweise von lokalen religiösen Spezialisten ausgeführt wurden, traten die Missionare in Konkurrenz mit anderen Anbietern auf dem chinesischen Heilsmarkt. Der Vortrag beleuchtet die Rolle der Jesuiten als religiöse Spezialisten in lokalen christlichen Gemeinden und fragt nach den Spannungen, die sich zwischen dieser Rolle einerseits und den Rollen als katholische Missionare und konfuzianische Literati andererseits ergaben.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Speech)

Division/Institute:

06 Faculty of Humanities > Department of History and Archaeology > Institute of History > Recent History

UniBE Contributor:

Amsler, Nadine

Subjects:

900 History > 940 History of Europe
900 History > 950 History of Asia

Language:

German

Submitter:

Nadine Amsler Weber

Date Deposited:

30 Apr 2014 15:14

Last Modified:

30 Apr 2014 15:14

Uncontrolled Keywords:

Lokal - global, Katholische Mission, Alltagsfrömmigkeit, Chinesisches Christentum, 17. Jahrhundert

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/50486

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