Die Prüfung als Dreh- und Angelpunkt des (studentischen) Lernens

Strazny, Sabrina (24 September 2015). Die Prüfung als Dreh- und Angelpunkt des (studentischen) Lernens. In: DGWF-Jahrestagung "Lehr-/Lernarrangements in der wissenschaftlichen Weiterbildung - Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für eine wirksame Didaktik". Freiburg (DE). 23.-25.09.2015.

[img]
Preview
Text
__avdfilesvr_users_sstrazny_Documents_Pubs_Beitrag_DGWF_Freiburg_2015_Strazny.pdf - Published Version
Available under License BORIS Standard License.

Download (900kB) | Preview

Hochschulen wollen mehr als träges Wissen bewirken. Lernergebnisse stellen die Grundlage für diesen angestrebten Kompetenzerwerb dar (vgl. Becker 2012, S.99). In den Lehrarrangements und Prüfungsformaten werden diese aber häufig unzureichend umgesetzt (vgl. Scharper 2012, S.32f., 34ff. u. 50). Die Formulierung von Lernergebnissen wird von Lehrenden oftmals als eine „administrative Übung“ ohne Mehrwert gesehen (vgl. Brahm & Jenert 2013, S.10f.). Berufsbegleitende Studiengänge nutzen seit jeher eine erwachsenengerechte Didaktik, um ihrer anspruchsvollen Zielgruppe gerecht zu werden. Um die Studierbarkeit zu erhöhen, werden sie häufig mit höheren Selbstlernanteilen angereichert. Zudem wird der Praxiserfahrung der Teilnehmenden vielfach durch Projektstudienansätze Rechnung getragen (vgl. Minsk et al. 2011, S.68 u.102). Ob damit auch eine Orientierung an Lernergebnissen einhergeht, ist nicht geklärt. Der vorliegende Beitrag legt den Focus auf die Prüfung als Ausgangspunkt für das Lernen. Prüfungen beeinflussen gewollt oder ungewollt das Lernverhalten maßgeblich (vgl. Dany 2008, S.5). Studierende orientieren sich eng am geforderten Prüfungswissen und vermeiden darüber hinausgehende Lernstrategien, weil sie den Nutzen darin nicht erkennen (vgl. Winter 1999, S.61). Dieser Faktor wird in der berufsbegleitenden Lehre häufig durch die hohe intrinsische Motivation der Teilnehmenden ausgeglichen. Mit einer Zunahme von „corporate programs“ könnte sich dies wandeln. Die steuernde Funktion der Prüfung sollte daher positiv eingesetzt werden, um zukünftig auch extrinsisch motivierte Teilnehmende zu erreichen. Anhand dreier praktischer Beispiele wird vergleichend aufgezeigt, wie wirkmächtig die Prüfungsform Einfluss auf das Studierverhalten nimmt und wie sie als Erfolgsfaktor für eine wirksame Didaktik eingesetzt werden kann.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Paper)

Division/Institute:

09 Interdisciplinary Units > Centre for University Continuing Education

UniBE Contributor:

Strazny, Sabrina

Subjects:

300 Social sciences, sociology & anthropology > 370 Education

Language:

German

Submitter:

Sabrina Gallner

Date Deposited:

19 Nov 2015 09:06

Last Modified:

10 Dec 2015 08:48

Uncontrolled Keywords:

Prüfen; Kompetenzorientiert

BORIS DOI:

10.7892/boris.72904

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/72904

Actions (login required)

Edit item Edit item
Provide Feedback