Zur Rolle von Studierendenmerkmalen für das Lernen im Praktikum

Hascher, Tina; Hagenauer, Gerda (26 September 2013). Zur Rolle von Studierendenmerkmalen für das Lernen im Praktikum (Unpublished). In: Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) - "Empirische Bildungsforschung und evidenzbasierte Reformen im Bildungswesen". Dortmund, Deutschland. 25.09.-27.09.2013.

Aufgrund der ernüchternden Erkenntnis, dass Schulpraktika weniger zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden beitragen als gemeinhin angenommen, wird gegenwärtig vorgeschlagen, die Ausbildung zur Lehrperson und auch das Lernen im Praktikum unter der Perspektive der Nutzung von Lernangeboten zu analysieren. Ausgangspunkt ist dabei das Angebot-Nutzungsmodell der Unterrichtsforschung (z. B. Helmke, 2008), das eine Reihe von Voraussetzungen auf der Seite der Lernenden (z.B. Vorwissen, Motivation, Lernstrategien) berücksichtigt, deren Bedeutung bereits mehrfach empirisch belegt wurde. Welche Faktoren für Praktikantinnen und Praktikanten relevant sind, wurde bisher jedoch kaum untersucht. Einzelne Studien thematisieren die Relevanz von Einstellungen zum Lernen (z. B. Endedijk, 2010) und die Rolle von Persönlichkeitsvariablen (z. B. Müller, 2010). Im vorliegenden Projekt sollte daher die Rolle von individuellen Voraussetzungen für Autonomieförderung vs. Kontrolle im Unterricht als Aspekt von Qualität von Klassenführung im Praktikum untersucht werden. Es wurde mittels Strukturgleichungsmodellierung geprüft, inwieweit die eigenen Lernaktivitäten und deren Regulation (UV) die Selbstwirksamkeit (als angehende Lehrperson) und in Folge die erlebten Emotionen beim Unterrichten im Praktikum beeinflussen (IV), welche wiederum als Prädiktor für die autonomieunterstützende vs.kontrollierende Klassenführung und in das Modell einflossen (AV). Befragt wurden 117 Studierende der Universität Salzburg, die eine Lehramtsberechtigung für den Unterricht an allgemeinbildenden (AHS) und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) anstreben. Die schriftliche Erhebung fand im Anschluss an das sog. Schulpraktikum statt, das in der Mitte des Studiums platziert ist und mehrere Stunden Hospitation sowie eigene Unterrichtserfahrungen in den beiden Studienfächern beinhaltet. Die Ergebnisse unterstützen den Ansatz, die Eingangsmerkmale der Studierenden für die Gestaltung von Lernsituationen im Praktikum zu berücksichtigen. Sie verdeutlichen aber auch, dass weitere Forschungsarbeiten nötig sind, um die Zusammenhänge näher zu beleuchten.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Speech)

Division/Institute:

07 Faculty of Human Sciences > Institute of Education > School and Teaching Research
07 Faculty of Human Sciences > Institute of Education

UniBE Contributor:

Hascher, Tina and Hagenauer, Gerda

Subjects:

300 Social sciences, sociology & anthropology > 370 Education

Language:

German

Submitter:

Selina Teuscher

Date Deposited:

28 Jul 2017 15:32

Last Modified:

28 Jul 2017 15:32

URI:

https://boris.unibe.ch/id/eprint/97392

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